Was Rapsöl so gesund macht

Das besondere Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, wertvolle Inhaltsstoffe und der Einsatz in der Küche.

Goldgelbes Rapsöl, sonnengereiftes Olivenöl oder doch lieber Sesamöl mit leicht asiatischem Aroma? Wenn Sie ein Speiseöl fürs Kochen und Backen suchen, ist die  Auswahl riesig. Doch Öle unterscheiden sich stark in ihrer natürlichen Zusammensetzung – und damit in ihrer Wirkung auf unseren Körper. Rapsöl hat viele Eigenschaften und Inhaltsstoffe, die es für unsere Ernährung besonders empfehlenswert machen. Das sagen nicht nur wir, das entspricht auch dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Deshalb haben wir diesen Artikel für Sie geschrieben. Damit Sie auch auf dem neuesten Stand in Sachen Rapsöl sind oder Ihr Wissen ein bisschen auffrischen können. Erfahren Sie, was Rapsöl für unsere Ernährung besonders empfehlenswert macht.

Eigenschaften, Geschmack und Nährstoffe: Jedes Öl ist anders zusammengesetzt

Das Erste, was wir an verschiedenen Ölen wahrnehmen: Sie haben einen sortentypischen Geschmack – nussig, fruchtig oder herb.

Damit in einem Salat das Aroma der Zutaten gut herauskommt, wählen wir deshalb oft ein geschmacksneutrales Öl wie etwa Sonnenblumenöl. Zu typisch italienischen Gerichten passt Olivenöl besonders gut, während wir in asiatischen Gerichten gerne Sesamöl verwenden.

Beim Braten kommt es beim Öl noch auf etwas anderes als den Geschmack an, nämlich auf den Rauchpunkt des Öls. Der Rauchpunkt gibt an, bei welcher Temperatur Wasser und freie Fettsäuren im Öl verdampfen. Manche Öle lassen sich höher erhitzen und eignen sich dadurch gut zum Anbraten von Fleisch.

Neben ihren Eigenschaften und ihrem charakteristischen Geschmack haben Öle jedoch auch Qualitäten, die man weder schmecken noch sehen kann.

Schon gewusst?

Jedes Öl hat eine individuelle Nährstoffkombination – und manche Öle sind besonders wertvoll für die Ernährung.

 

Wenn Sie ein Öl suchen, das nicht nur gute Eigenschaften zum Kochen und Backen hat, sondern auch förderlich für die Gesundheit ist, ist Rapsöl eine gute Wahl. Das empfiehlt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE):

“Bei der Verwendung von Fett stehen gesundheitsfördernde und qualitative Aspekte im Mittelpunkt. In erster Linie sollten pflanzliche Öle eingesetzt werden, wie beispielsweise Rapsöl und daraus hergestellte Streichfette.”

Quelle: DGE


Omega-3 und Omega-6: Rapsöl hat einen optimalen Fettsäuremix

Rapsöl ist ein echter Allrounder in der Küche. Sie können ihn zum Kochen und Backen genauso gut einsetzen wie für leckere Salatdressings. Aber Rapsöl ist durch seine charakteristische Zusammensetzung auch besonders empfehlenswert für unsere Ernährung: Es enthält Fette, die eine gesunde Körperfunktion unterstützen. Denn für viele Stoffwechselprozesse braucht unser Körper diese Fette. Manche Vitamine können wir beispielsweise nur mit zusätzlichem Fett verarbeiten, weil sie fettlöslich sind.

Das Verhältnis der Fettsäuren im Öl ist wichtig

Aber Fett ist nicht gleich Fett
Für unsere Gesundheit kommt es darauf an, in welchem Verhältnis einzelne Fettsäuren im Öl enthalten sind.

Rapsöl ist reich an gesunden ungesättigten Fettsäuren: 66 Prozent sind einfach ungesättigt (wie Ölsäure) und 27 Prozent sind mehrfach ungesättigt (beispielsweise Linolsäure, Linolensäure). Nur 6 Prozent der Fettsäuren in Rapsöl sind gesättigt. 

Dass Sie möglichst viele ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen sollten, wissen Sie wahrscheinlich. Weniger bekannt ist: Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren kommt es für unseren Körper zusätzlich darauf an, in welchem Verhältnis sie in der Nahrung vorkommen. So sollten in unserer täglichen Nahrungsaufnahme die ungesättigten Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren in einem Verhältnis von maximal 5:1 enthalten sein. In unserer heutigen Ernährung ist das Verhältnis allerdings meist stark verschoben. Das derzeitige Aufnahmeverhältnis in Deutschland liegt zwischen 10:1 und 15:1 – wir nehmen in der Regel also viel zu viele Omega-6-Fettsäuren auf. (Quelle: Wikipedia) Sonnenblumenöl hat sogar ein Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 von 120:1.

Infografik zeigt Anteil der Fettsäuren bei Rapsöl

Vitamine und Phytosterine: Rapsöl enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe

Nicht nur das Verhältnis der Fettsäuren macht Rapsöl wertvoll für unsere Ernährung. Das Öl steckt auch voller weiterer Inhaltsstoffe. Wenn Sie Rapsöl beim Kochen und Backen verwenden, fördern Sie deshalb damit gleichzeitig Ihre Gesundheit.

Schon gewusst?

Rapsöl hat von Natur aus ein besonders günstiges Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren.

 

Rapsöl hat ein ideales Omega-6- zu Omega-3-Verhältnis von 3:1

Rapsöl kann das Verhältnis der aufgenommenen Fettsäuren verbessern, denn es hat ein Verhältnis der Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren von 3:1 – dies macht das Öl ideal für unsere Ernährung.

Diese Inhaltsstoffe machen Rapsöl gesund für uns:

Tocopherol oder Vitamin E, wie es meistens genannt wird, kommt in Rapsöl in einer natürlichen Dosis von etwa 2500 mg/kg vor. Vitamin E schützt den Körper vor freien Radikalen und unsere Zellen damit vor Oxidation und oxidativem Stress. (Hier erfahren Sie, was oxidativer Stress ist:)

Rapsöl enthält – wie auch andere Pflanzenöle – Phytosterine. Was das ist? Phyto bedeutet pflanzlich und Sterine sind fettähnliche Substanzen. Phytosterine sind also Pflanzensterine. Sie kommen vor allem in fettreichen Pflanzenteilen vor. Im Darm konkurrieren sie mit Cholesterinen um die Aufnahme. Nehmen wir Phytosterine zu uns, nimmt unser Körper deshalb weniger Cholesterin auf. Deshalb werden Phytosterine auch eingesetzt, um das Cholesterin zu senken.

Auch die Vitamine A und K kommen in Rapsöl vor. Sie wirken als Antioxidantien im menschlichen Körper. Vitamin A ist wichtig für das Zellwachstum – Hautaufbau und -regeneration werden durch Vitamin A unterstützt. Auch unsere Augen und besonders unser Sehvermögen bei Dunkelheit profitieren von Vitamin A.

Vitamin K ist wesentlich für eine ausreichende Knochendichte, beugt gefährlicher Gefäßverkalkung vor und trägt zu einer gesunden Blutgerinnung bei. (Quelle: Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention) Weitere Lebensmittel, die reich an Vitamin A ist, sind Leber und Karotten, während Vitamin K sich in großen Mengen in Grünkohl, Spinat und in Kichererbsen findet.


Das Allround-Talent: So setzen Sie Rapsöl in der Küche ein

Der Schmelzpunkt von Rapsöl liegt bei −2 bis −10 °C, bei Zimmertemperatur ist es damit flüssig. Deshalb ist Rapsöl ideal fürs Kochen, Backen und Frittieren. Die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Rapsöl können Sie sich damit ganz einfach im Alltag zunutze machen.

Rapsöl in Salaten

Rapsöl eignet sich sehr gut für alle Salatdressings. Der leicht nussige Geschmack des Öls passt zu Blattsalaten ebenso wie zu Reis-, Couscous- oder Nudelsalaten.

Rapsöl zum Braten

Wie hoch ein Öl erhitzt werden kann, bis sich Rauch bildet, hängt davon ab, ob es raffiniert oder unraffiniert ist. Unraffiniertes Rapsöl kann bis 130–190 °C erhitzt werden, raffiniertes dagegen etwas höher, bis etwa 220 °C. 
Um Fleisch oder Gemüse zu braten, einfach ein bis zwei Esslöffel Rapsöl in die Pfanne geben, das Öl kurz erhitzen und das Bratgut hinzugeben. Bei Bedarf etwas mehr hinzugeben.

Ist in Rezepten für Süßspeisen oder Backwaren – beispielsweise bei Muffins – Öl angegeben, ist Rapsöl eine gute Wahl.

Bewahren Sie wertvolle Pflanzenöle lichtgeschützt auf

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind lichtempfindlich. Bewahren Sie das Öl daher am besten kühl und dunkel im Kühlschrank auf.

 

Margarine wird auf Basis von Pflanzenölen hergestellt. Sie eignet sich je nach Sorte gut zum Kochen, Braten und Backen oder auch als leckerer pflanzlicher Brotaufstrich. Pflanzliche Margarine mit einem hohen Anteil an Rapsöl hat viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe und Eigenschaften.
Übrigens: Deli Reform Margarine hat ein optimales Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren von 3:1. Kombiniert mit omega-3-reichen Lebensmitteln wie etwa Lachs mit Spinat-Leinsamen-Kruste können Sie die Aufnahme von Fettsäuren bewusst zugunsten von Omega-3 verschieben. Und auch eine selbst gemachte Nuss-Nougat-Creme enthält so gesundheitsfördernde Fette.

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