Margarine zum Backen – statt Butter: Warum es geht, gut ist und schmeckt
Kann man Butter durch Margarine ersetzen? Zum Backen: Ja! Die Vorteile vom Backen mit Margarine statt Butter
Margarine eignet sich hervorragend als pflanzliche Alternative zu Butter beim Backen. Sie liefert erstklassige Backergebnisse, lässt sich durch ihre weiche Konsistenz oft direkt aus dem Kühlschrank verarbeiten und unterstützt eine ausgewogene pflanzliche Ernährung. Da Margarine beim Backen sehr ähnliche Eigenschaften wie Butter besitzt, kann sie in fast allen Rezepten als direkter Ersatz verwendet werden. Wie der Austausch optimal gelingt und worauf es ankommt, zeigt dieser Überblick.
Übersicht: Mit Margarine statt Butter backen
Die wichtigsten Vorteile: Margarine ist hitzebeständiger, länger haltbar und kommt im Gegensatz zu Butter sofort streichfähig aus dem Kühlschrank.
Ernährung und Inhaltsstoffe: Pflanzliche Fette liefern wertvolle hitzeunempfindliche Vitamine und enthalten weniger gesättigte Fettsäuren als tierische Fette.
Die besten Teige und Cremes: Mürbeteig, Hefeteig, Brandteig und sogar klassische Cremes sowie Füllungen gelingen auch mit Margarine.
Die richtige Produktauswahl: Je nach Rezept: Margarine und pflanzliches Streichfett mit hohem Fettanteil bzw. geringem Wasseranteil.
Viele Backrezepte führen Butter als wichtige Zutat auf. Wenn Butter durch pflanzliche Fette ersetzt werden soll, ist dies wirklich ganz einfach.
FAQ
Klassische Margarinen oder Streichfette mit einem Fettgehalt von 60–80 % Fett sind zum Backen eine gute Wahl. Sie lassen sich einfach verarbeiten, verbinden sich mit den anderen Zutaten und machen den Teig geschmeidig. Bei der Halbfettmargarine müssen die Backrezepte noch angepasst werden.
Margarine unterstützt eine ausgewogene pflanzliche Ernährung. Sie enthält im Vergleich zu Butter weniger gesättigte Fettsäuren und liefert wertvolle pflanzliche Inhaltsstoffe wie Omega-3-Fettsäuren und Vitamine. Viele dieser Vitamine sind unempfindlich gegen Hitze und können beim Backvorgang im Teig erhalten bleiben.
Neben den pflanzlichen Inhaltsstoffen bietet Margarine beim Backen gleich mehrere praktische, wirtschaftliche und ökologische Vorteile gegenüber Butter:
- Einfache Verarbeitung: Direkt aus dem Kühlschrank ist sie meist weich und streichzart. Das erleichtert das Aufschlagen und die Teigverarbeitung (z. B. bei Hefe- oder Rührteig) erheblich.
- Hitzebeständig- und Haltbarkeit: Sie ist beim Backen besonders temperaturbeständig, lässt sich unkomplizierter lagern und ist deutlich länger haltbar als Butter.
- Attraktiver Preisvorteil: Margarine ist im Einkauf in der Regel deutlich budgetfreundlicher.
- Bessere Nachhaltigkeit: Die Herstellung rein pflanzlicher Fette verursacht einen signifikant geringeren CO₂-Fußabdruck und schont wertvolle Ressourcen wie Wasser und Landwirtschaftsflächen.
Die Vorteile von Margarine gegenüber Butter beim Backen:
Margarine bietet beim Backen zahlreiche praktische und geschmackliche Vorzüge und unterstützt eine pflanzliche Ernährung. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:
- Sofortige Streichfähigkeit: Im Gegensatz zu Butter, die erst Raumtemperatur annehmen muss, wenn sie aus dem Kühlschrank kommt, ist Margarine sofort streichzart und lässt sich direkt verarbeiten.
- Lange Haltbarkeit: Margarine lässt sich sehr gut aufbewahren und ist damit optimal für die Vorratshaltung geeignet.
- Hitzebeständigkeit: Pflanzliche Margarine ist hitzebeständig und liefert ebenso zuverlässige, gleichmäßige Backergebnisse.
- Geschmackliche Vielfalt: Margarine bietet eine leichtere Alternative zu tierischen Fetten.
Warum pflanzliche Margarine gut für die Ernährung ist
Margarine ist nicht nur ein praktischer Ersatz beim Backen, sondern liefert auch wertvolle Inhaltsstoffe. Im Vergleich zu Butter enthält pflanzliche Margarine einen höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren, darunter wertvolle Omega-3- Fettsäuren. Zudem ist sie häufig reich an Vitaminen. Ein großer Vorteil beim Backen: Viele dieser Vitamine bleiben auch bei hohen Temperaturen während des Backvorgangs im Teig erhalten.
Unser Tipp: Wird Margarine mit ungesättigten Fettsäuren verwendet, lässt sich das Nährwertprofil von Gebäck wie Kuchen oder Waffeln gezielt optimieren. Der Austausch gesättigter tierischer Fette durch pflanzliche ungesättigte Fettsäuren ist ein einfacher Schritt zu einer bewussteren Ernährung.
Wie verarbeitet man Margarine in verschiedenen Teigarten?
Egal welches Backvorhaben ansteht – mit pflanzlicher Margarine klappt es immer. Denn Margarine ist für alle Teigarten hervorragend geeignet. Da der Wasseranteil von Margarine höher ist als bei Butter, gelingen Teige besser, wenn die Margarine nach und nach hinzugegeben wird.
Worauf muss ich beim Backen achten?
Damit die Rezepte garantiert gelingen, gelten zwei einfache Faustregeln:
- Die 70-%-Marke: Für klassische Backrezepte grundsätzlich Margarine mit mindestens 70 % Fettgehalt verwenden. Weichere Streichfette mit weniger Fett enthalten mehr Wasser, was die Teigbindung beeinflussen kann.
- Der Butterersatz: Margarine mit 80 % Fett ersetzt Butter im Verhältnis 1:1 und sorgt für die gewohnte Stabilität im Teig.
- Fettreduzierte Streichfette: Fettreduzierte Streichfette haben einen höheren Wasseranteil. Dies beeinflusst das Backrezept. In der Regel gelingen Rühr- und Hefeteige dennoch gut, für Blätter- und Mürbeteige sollten keine Halbfettmargarinen verwendet werden.
Wenn du das nächste Mal deinen Lieblingskuchen backen willst, probiere es einfach aus und verwende Margarine zum Backen. Ob traditionelle Zuckerbäckerei, Brot oder tolle neue Rezepte – beim Backen mit Margarine kommst du in den Genuss aller Vorteile einer pflanzlichen Ernährung. Und das bei vollem Geschmack.
So verhält sich Margarine in Mürbeteig und Co.
FÜR WELCHE TEIGE EIGNET SICH MARGARINE?
Bei der Wahl der passenden pflanzlichen Alternative ist vor allem der Fettgehalt entscheidend für die Konsistenz und den Geschmack des Gebäcks. Je nach Rezept stehen unterschiedliche Varianten zur Verfügung:
| Teigart | Temperatur der Margarine | Verarbeitungstipp |
| Rührteig | Zimmertemperatur oder aus dem Kühlschrank | Margarine mit Zucker cremig schlagen, dann Eier einzeln unterrühren. |
| Knetteig | Gekühlt | Kalte Margarine einarbeiten und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. |
| Hefeteig | Zimmertemperatur | Weiche Margarine nach dem ersten Kneten einarbeiten, damit das Mehl eine stabile und elastische Teigstruktur aufbauen kann. |
| Brandteig | Wird geschmolzen | Margarine mit Wasser aufkochen, Mehl auf einmal einrühren, bis sich der Teig vom Topfboden löst. |
| Biskuitteig | Geschmolzen und abgekühlt | Klassischer Biskuit enthält kein Fett. Für Biskuit-ähnliche Varianten ca. 50 g geschmolzene, abgekühlte Margarine langsam unterheben. |
Buttercreme lässt sich mit Margarine zubereiten. Durch ihre weiche Konsistenz lässt sich Margarine leicht aufschlagen. Das Ergebnis ist leichter als die klassische Variante mit Butter und ist streich- sowie spritzfähig – geeignet für Cupcakes, Toppings, Tortenfüllungen und Frostings.
- Verhältnis: Butter im Rezept 1:1 durch Margarine mit mindestens 70 %, noch besser 80 % Fettgehalt ersetzen. Bei niedrigerem Fettgehalt wird die Creme zu weich zum Spritzen.
Unser Tipp: Aufgrund der etwas anderen Eigenschaften gerinnt Margarine bei der Zubereitung schneller als Butter, da die Emulsion aus Pflanzenfett und Wasser weniger stabil ist. Deshalb den zur Buttercreme benötigten Pudding einfach mit 1–2 Eigelben zubereiten. Das Eigelb wirkt als Emulgator und bewahrt die Creme vor dem Gerinnen.